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Titelbeschreibung
Beckx, Pierre Jean, belg. Jesuitengeneral (1795-1887):
9 eigenh. Briefe m. Unterschrift. Wien, Rom u.a., 1844-1876. Zus. 25 S., 8°. Beckx besuchte ab 1815 das Jesuitenkolleg in Mecheln, wo er am 7. März 1819 die Priesterweihe empfing. 1819 trat Beckx der Ordensgemeinschaft der Gesellschaft Jesu bei. Nach seelsorgerischen Tätigkeiten in Hamburg, Hildesheim und Braunschweig wurde er in Hildesheim Professor für Kirchenrecht. 1830 übersiedelte er nach Wien und wurde von seinem Orden, aber auch vom Heiligen Stuhl, mit wichtigen Missionen in die Lombardei, nach Ungarn und nach Bayern betraut. Im Revolutionsjahr 1848 wurde Beckx mit allen anderen Jesuiten aus Österreich vertrieben. Beckx ging zurück nach Belgien und wurde 1851 Rektor des Kollegs in Löwen. Bald kehrte er jedoch wieder nach Österreich zurück und wurde 1852 zum Superior von Ungarn ernannt und kurze Zeit später zum Provinzial der Provinz Österreich. Als am 8. Mai 1853 der 21. General des Ordens, Joannes Philippus Roothaan starb, wählte die Generalversammlung am 2. Juli 1853 Beckx einstimmig zum 22. General des Ordens. Beckx schaffte es in seiner ca. vierjährigen Amtszeit, die Zahl der Ordensmitglieder mehr als zu verdoppeln. Auch die häufigen Missionen in protestantische Gegenden und der bedeutende Einfluss, welchen der Orden besonders seit Ende der 1850er Jahre gewonnen hatte, waren vornehmlich seiner geschickten Leitung der Ordensangelegenheiten zuzuschreiben. - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.
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